Markus Rohde
Human Centered Computing
Seit Dezember 2004 bin ich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien der Universität Siegen tätig. Laufende Projekte beschäftigen sich mit End User Development, anpassbaren mobilen Systemen und kontext-sensitiven Anwendungen.
Benutzerzentriertes System-Design

Für das Kompetenzzentrum Usability Engineering des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik (FhG-FIT) in Sankt Augustin beschäftigte ich mich im Jahr 2004 mit der Evaluation von Gebrauchstauglichkeit und dem umfassenderen Usability Engineering von Software-Systemen. Neben der software-ergonomischen Gestaltung und Evaluation von Anwendungsoberflächen stehen dabei insbesondere Dienstleistungen für die benutzerzentrierte Entwicklung von Software-Produkten im Mittelpunkt. Nach wie vor besteht eine enge Forschungskooperation zu diesem Kompetenzzentrum.
Organisationsberatung und -entwicklung
Von 1997 bis 2001 war ich als Berater und Projektleiter beim Forschungs-, Beratungs- und Trainingsinstitut AGENDA CONSULT GmbH in Bonn beschäftigt, für das ich auch als Geschäftsführer tätig war. AGENDA CONSULT wurde als Spin-Off der GMD - Forschungszentrum Informationstechnik GmbH (heute Fraunhofer Gesellschaft) und dem Institut für Informatik der Universität Bonn gegründet. Die Firma hat ihren Sitz im TechnoPark der Fraunhofer-Gesellschaft in Sankt Augustin bei Bonn, in dem eine Reihe junger, innovativer Unternehmen angesiedelt sind, die Produkte und Dienstleistungen für Organisationen in der Informations- und Mediengesellschaft anbieten. Wissenschaftler und Praktiker arbeiten für AGENDA CONSULT gemeinsam als Berater, Trainer, Prozessbegleiter und Manager von Veränderungsprozessen. Die enge Kooperation mit Organisationswissenschaftlern, Psychologen, Wirtschaftswissenschaftlern und Informatikern aus unterschiedlichen Forschungseinrichtungen garantiert die seriöse Nutzbarmachung neuester Forschungsergebnisse zur Lösung neuer Problemstellungen.
Universitäre Forschung
Als Diplom-Psychologe war ich von 1992 bis 1997 am Institut für Informatik der Universität Bonn tätig. Dort war ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter am interdisziplinären Projektbereich Software-Ergonomie und CSCW (ProSEC) beschäftigt, der seit 1989 an verschiedenen Forschungsprojekten arbeitet. In meiner Forschung für das IISI und meinen Beratungsprojekten für AGENDA CONSULT arbeite ich nach wie vor eng mit dem Projektbereich zusammen. Für ProSEC habe ich mich mit sozialen Aspekten technologischer Entwicklungen befasst, insbesondere mit computerunterstützter Gruppenarbeit (Computer Supported Cooperative Work, CSCW), software-ergonomischen Gestaltungskriterien für vernetzte Systeme, arbeits- und sozialpsychologischer Evaluation, Mensch-Maschine-Interaktion, software-engineering und an diesbezüglich relevanten Fragestellungen der Organisationssoziologie. In meiner Forschungsarbeit war ich beteiligt an der Entwicklung eines Katalogs software-ergonomischer Gestaltungsanforderungen für Groupware, eines Ansatzes Integrierter Organisations- und Technikentwicklung sowie einer szenarienbasierten Evaluationsmethodik.
Politisch-publizistisches Engagement
Ehrenamtlich arbeite ich als Redakteur der politikwissenschaftlichen Fachzeitschrift "Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen" . Das Forschungsjournal erscheint seit 1988, von 1994 bis 1999 im Westdeutschen Verlag (Opladen), ab 2000 bei der Lucius & Lucius Verlagsgesellschaft (Stuttgart). Das FJNSB versteht sich als Publikationsorgan, gewissermassen als "Sprachrohr" der Forschung zu Neuen Sozialen Bewegungen. Es bietet eine Plattform für den Dialog zwischen Bewegungsakteuren, Wissenschaft und politischem Umfeld. In diesem Diskurs sollen Gestaltungsnotwendigkeiten und -möglichkeiten unserer gesellschaftlichen und politischen Zukunft diskutiert und geprüft werden. Ein offener, ideologisch nicht befriedeter Austausch zwischen Bewegung und Wissenschaft, zwischen Forschung und Politik, zwischen Bewegungsaktivisten und "traditioneller politischer Praxis" gilt uns hierbei als Voraussetzung für die Umsetzung notwendiger Reformprozesse. Vor diesem Hintergrund versucht das FJNSB einen Informationspool für alle Interessierten und an diesen Reformprozessen Beteiligten zu schaffen, Sensibilität für die in diesen Prozessen relevanten Problemstellungen und Interessenlagen der verschiedenen Akteurskonstellationen zu wecken sowie vorhandene Berührungsängste abzubauen.
